05.07.09 –
Bei einer in großen Teilen industriell geprägten Stadt wie Ahlen sind Brachen nicht zu vermeiden. Sie sind zweifelsohne schwieriger zu vermarkten als „jungfräuliche“ Gewerbegebiete auf der grünen Wiese. Für die Neuentwicklung von Gewerbe- gebieten wird es in Zukunft keine Fördergelder von Land und Bund mehr geben, alle Kosten sind von der Stadt zu tragen und müssen bei Verkauf an den Investor weitergegeben werden. Das heißt stark steigende Preise für Gewerbeflächen auf der grünen Wiese. Was dies für die Ansiedlung von Unternehmen bedeutet, erleben wir gerade im Fall Spikker.
Gleichzeitig bedeutet dies eine bessere Konkurrenzfähigkeit für die vielen auch innerstädtischen Brachen der Stadt. Alle neuen Untersuchungen verweisen auf die geringeren Umwelt- und Infrastrukturkosten bei der Brachenentwicklung im Vergleich zu der Entwicklung neuer Gewerbegebiete. Für uns als Grüne hat die Brachenentwicklung eindeutigen Vorrang, sowohl aus finanziellen, ökologischen als auch aus städtebaulichen Gründen.
Am Beispiel Bosenberg haben der Bürgermeister und die CDU gezeigt, wie man es nicht macht. Getrieben von einer rationalen Argumenten nicht zugänglichen Bürgerinitiative, die nach dem Sankt Floriansprinzip handelte und unterstützt von einer stümperhaft agierenden Verwaltung wurde ein Investor für eine Brache buchstäblich aus der Stadt gejagt.
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